Der Oberlandkanal (Kanal Elblaski)
In der ganzen Welt wurden lediglich zwei Kanäle gebaut , wo man zum Schiffstransport über Land das System der geneigten Ebenen benutzt hat. Der Morris-Kanal in den USA, der sich übrigens in manchen technischen Details von dem Oberlandkanal unterscheidet, ist seit langer Zeit außer Betrieb, während der Oberlandkanal als weltweit einmalige Anlage dieser Art immer noch funktioniert. Das entscheidende Argument, welches den Preußischen König Friedrich Wilhelm IV. zum Bau des Kanals überzeugte, war die Behauptung des Ingenieurs Steenke, dass niemand sonst eine ähnliche Vorrichtung besitze. Die Gasamtlänge der Wasserstraße beträgt 127,5 km, der Kanal führt durch eine malerische Landschaft – man kann nicht nur die geneigten Ebenen, oder die interessanten Brücken aus Stein oder Beton bestaunen, sondern auch die schöne Natur hautnah erleben.
Nützliche Adressen:
Ostróda-Elbląg navigation, tel.+ 48 89 646 38 71 , www.zegluga.com.pl
Der Masurische Kanal
Ein weiteres Beispiel für die frühere Wasserbaukunst ist der Masurische Kanal – er ist technisch sehr inreressant und in die umgebende herrliche Natur eingepasst. Durch den Bau des Masurischen Kanals beabsichtigte man, die Großen Masurischen Seen über die Pregel mit der Ostsee zu verbinden. Mit dem Bau wurde 1911 begonnen. Die Arbeiten wurden mit Unterbrechungen bis 1942 geführt, der Kanal wurde jedoch nie vollendet. In der Zeit des Dritten Reiches war der Kanal ein Geheimobjekt. Die Gesamtlänge des Kanals von dem Mamry-See bis zu dem Fluss Łyna im Gebiet der Kaliningrader Oblast beträgt 51 km mit 111,2 Metern Höhenunterschied zwischen den beiden Punkten. Zu Polen gehört der 22 km lange Kanalabschnitt mit 5 Schleusen, deren Bau in einem mehr oder weniger fortgeschrittenen Zustand eingestellt wurde. Auf den stillgelegten, mit stehendem Wasser erfüllten und stark zugewachsenen Abschnitten, haben Biber ihre Burgen gebaut.
Nützliche Adressen:
Tourist information tel. +48 87 427 40 09
Die Drehbrücke auf dem Łuczański-Kanal in Giżycko
Diese Brücke ist eine europaweit einmalige Einrichtung dieser Art. 1889 erbaut, spannt sie sich über den Łuczański-Kanal, der in der Sommersaison mit Segelbooten und Schiffen gefüllt ist. Je nachdem, ob die Brücke geschlossen oder geöffnet ist, ist der Verkehr auf der Straße oder auf dem Wasser möglich. Ein hundert Tonnen schwerer Brückenteil wird um 90 Grad nach der Seite gedreht – der Mechanismus wird von einer Person bedient.
Nützliche Adressen:
Tourist information tel. +48 87 428 52 65 , www.gizycko.turystyka.pl
Stańczyki – die masurischen „Aquädukte“
Auf der stillgelegten Eisenbahnlinie Goldap – Żytkiejny stehen die berühmten, Zwillingsbrücken aus Beton. Äußerlich erinnern sie an die römischen Aquädukte. Über das Błędzianka – Flusstal gespannt, sehen sie märchenhaft aus. Sie sind 200 m lang, ihre Arkaden haben eine Spannweite von 30 m und erreichen eine Höhe von 36 m. Die Brücken in Stańczyki zählen zu den höchsten Eisenbahnbrücken Polens. Auf derselben Strecke befinden sich weitere interessante Brücken, z.B. die über dem Fluss Bludzia nahe der Ortschaft Kiepojcie, oder die beiden Zwillingsbrücken über dem Fluss Jarka, zwischen den Ortschaften Botkuny und Rakówek.
Die Schmalspurbahn von Ełk
In der 1. Hälfte des 20. Jh. waren Schmalspurbahnen ein sehr populäres Verkehrsmittel. Der Bau dieser 48 km langen Strecke wurde 1917 beendet. Heute steht sie Schmalspurbahn von Ełk auf der Liste der Denkmäler der Technik und stellt eine touristische Attraktion der Stadt dar. Eine Fahrt mit der alten Dampflok wird für alle Eisenbahn-Freunde zu einem besonderen Erlebnis, zumal an der Lokomotive noch das alte polnische Staatswappen zu sehen ist. Wahrscheinlich aus Versehen hatte man nach dem Krieg vergessen, dem polnischen Wappenvogel – dem Adler - seine Krone „wegzunehmen“.
Nützliche Adressen:
The Ełk Narrow-Gauge Railway, tel. + 48 87 610 38 38 ,www.elk.pl
Tourist information, tel. + 48 87 621 70 10
Korsze – die Wassertürme
Im Gebiet des Landgutes Korsze haben sich die beiden wichtigsten Eisenbahnlinien gekreuzt. An dieser Eisenbahnkreuzung entstand eine Siedlung die zu den wichtigsten Eisenbahnknotenpunkten Ostpreußens zählte. Von dem einstigen Eisenbahnimperium ist für die Eisenbahnfreunde eine Attraktion erhalten geblieben. Es sind drei historische Wassertürme. Diese Art Bauten kann man nur selten finden, zumal jeder von ihnen von der Konstruktion her einen anderen Typ darstellt.
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