Die am weitesten östlich gelegenen Gebiete Masurens sind ebenfalls eine Erwähnung wert. In der Ortschaft Prostki bei Ełk steht die Grenzsäule, die noch zur Zeit des Königs Sigismund August, am Grenzendreieck zwischen Polen, Litauen und Preußen, aufgestellt wurde. Der östliche Teil Masurens, auch „Mazury Garbate“ (etwa buckeliges Masuren) genannt, bietet ausgezeichnete Möglichkeiten zur aktiven Erholung. Die beiden reizvollen Flüsse Ełk (Łaźna Struga), der im Urwald Puszcza Borecka entspringt und Lega , welcher von Olecko her kommt, laden zu Kajaktouren ein. Die zwischen den Hügeln gelegenen Seen bieten Seglern ein ideales Revier.
Die reizvoll an einem See gelegene Stadt Ełk bietet den Touristen eine besondere Attraktion. Von hier aus verkehrt die romantische Schmalspurbahn. Auf einem der höchsten Hügel der Seesker Höhen, dem sog. Tatarenberg, liegt 293 m ü.d.M der höchstgelegene See Polens. Die Seesker Höhen enden mit dem Berg Piękna Góra bei Gołdap. Es ist ein bekanntes Ski-Zentrum mit der in Nordpolen einzigen Sesselseilbahn (763 m). Die Seilbahnstrecke besteht aus zwei Abschnitten: der erste führt auf den Piękna Góra hinauf (270 m ü.d.M). Von dort aus bietet sich ein herrlicher Blick auf Gołdap und seine Umgebung, auf den Urwald Puszcza Romincka sowie die Seesker Höhen. Der zweite Abschnitt führt vom Gipfel des Piękna Góra , über der 25 m tiefen Schlucht auf den naheliegenden Berg Góra Zamkowa, wo Spuren einer altprußischen Siedlung entdeckt wurden.
Die Seilbaahn ist ganzjährig geöffnet, Sie ermöglicht es, den Berggipfel leicht und schnell zu erreichen. Im Winter bieten sich fünf Skiabfahrtspisten , im Sommer kann man mit dem Rad auf einer speziellen 1160 m langen Rodel- und Radbahn hinunterfahren.
Goldap ist ein Kurort am Rande der Puszcza Romincka (Rominter Heide). Das Kurhaus selbst liegt malerisch im Wald Kumiecie am Ufer des Gołdapskie-Sees in der Nähe der Bunkeranlage aus der Zeit des 2. Weltkrieges. Ihre Betonwände bergen das Geheimnis der Arbeiten an den V2-Raketen. In der Rominter Heide kann man auf den Spuren des Kaisers Wilhelm II. wandern, der hier sein Jagdrevier hatte. An den Stellen, wo seine Hoheit einen Hirsch erlegt hatte, stellten seine Untertanen zum Andenken Findlingsblöcke auf, die man hier bis heute sehen kann. Auf den Wanderungen durch die Heide werden Sie sicherlich auf die in der Region höchsten (36 m) Bahnbrücken in Stańczyki treffen, die jedoch nicht mehr in Betrieb sind.
Eine Besonderheit stellt der in der Nähe der Bahnbrücken gelegene See Tubellus dar. Im Jahr 1926, während eines Gewitters bei extrem niedrigen Luftdruck, explodierte hier Methan, das sich unter dem Seegrund versammelte. Der See war für ein paar Wochen verschwunden. Von hier aus ist es nicht mehr weit zum heutigen Grenzendreieck zwischen Polen, Litauen und Russland.
Sehenswertes:
Ełk – historische Schmalspurbahn Tel.: +48 87 610 00 00, www.mosir.elk.com.pl/ekw/index.html
Olecko – neugotische Kirche aus dem 19.Jh., der weitläufig angelegte Marktplatz mit einer modernen Kirche in der Mitte.
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