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Im Gebiet der Woiwodschaft Warminsko – Mazurskie wurden 8 Landschaftsparks ausgewiesen, die eine Fläche von 145 452,4 ha haben, wobei 84 550,5 ha zu den Schutzzonen zählen.
Der Brodnicki –Landschaftspark existiert seit 1985. Er hat eine Fläche von 10462 ha ( davon gehören 4336,0 ha zur Woiwodschaft Warmińsko-Mazurskie, der Rest zur Woiwodschaft Kujawsko – Pomorskie). Er umfasst den wertvollsten Teil der Seenplatte Pojezierze Brodnickie mit den Wald-, Pflanzen- und Moorschutzgebieten. Im Park dominieren Misch- und Kiefernwälder. Unter den 950 hier vorkommenden Gefäßpflanzenarten verdienen seltene Reliktpflanzen eine besondere Aufmerksamkeit: das nordische Moosglöckchen und die Moosbeere. Zu den 130 hier lebenden Vogelarten gehören vor allen der See- und Schreiadler, der Kranich, der Schwarzstorch und der Eisvogel.
Der Górzniańsko-Lidzbarski Landschaftspark mit einer Fläche von 11966 ha ( 8632,7 ha in der Woj. Warmińsko-Mazurskie) liegt im Gebiet zweier Wojewodschaften: Warmińsko-Mazurkie und Kujawsko-Pomorskie. Der Park zeichnet sich durch seine besonders abwechslungsreiche Bodengestaltung aus. Auf dem Gebiet des Parks wurden 6 Naturreservate ausgewiesen; zwei von ihnen- „:Jar Brynicy“ und „Klonowo“ gehören zur Woiwodschaft Warmińsko-Masurskie. Unter den Gefäßpflanzen sind einige Reliktarten erwähnenswert: Arnika, Dickblättrige Sternmiere, Torf-Veilchen, Moorsteinbrech, nordisches Moosglöckchen, Fadenwurzel-Segge, Binsen-Schneide. Im Park wurden 250 Wirbeltierarten nachgewiesen, über 200 davon stehen unter Schutz.
Der Masurische Landschaftspark hat eine Fläche von 53 655 ha. 51 % der Parkfläche nehmen Wälder ein, die Gewässer bedecken 30 %. Der Jezioro Śniardwy (Spirdingsee) ist mit ca. 11000 ha der größte Binnensee Polens. Der Łuknajno-See steht wegen seines außergewöhnlichen naturkundlichen Wertes in mehrfacher Weise unter Naturschutz. Der See wurde zum Naturreservat, Biosphärenreservat, Ramsar-Naturschutzgebiet, sowie Vogelschutzgebiet Natura 2000 erklärt. Der Fluss Krutynia gilt als eine der schönsten Paddelrouten. Interessant ist die Flora mit fast 900 Gefäßpflanzenarten. Zu den seltenen Arten oder Reliktpflanzen gehören: Finger- und Wiesenküchenschelle, Türkenbund-Lilie, rotes Waldvöglein, nordisches Moosglöckchen, rundblättriger Sonnentau, Fadenwurzel-Segge, Sumpfporst, weißes Schnabelried, scheidiges, schlankes, breitblättriges und schmalblättriges Wollgras; sehr seltene Orchideenarten: herzblättriges, großes Zweiblatt, Torfglanzkraut u.a. Zu den Wasserpflanzen zählen: weiße und glänzende Seerose, gelbe Teichrose, großer Wasserschlauch. Von den großen Säugetieren kommen hier Hirsche, Elche, Wölfe, Luchse, Fischotter und Biber vor. Interessant sind die polnischen Wildpferde, die in zwei Herden im Wald der zoologischen Forschungsstation Popielno frei leben. Zu den interessanteren Vertretern der Vogelwelt gehören: der See-, Fisch-, Schreiadler, der Rauhfußkauz, der Uhu, die Rohr- und Zwergdommel, der Schwarzstorch, die Kolbenente, das Tüpfelsumpfhuhn, der Wiedehopf, das Hasel- und Birkhuhn und viele andere. Der Park wurde dem Vogel- Sonderschutzgebiet Natura 200 Puszcza Piska (Johannisburger Heide) eingegliedert. Im Gebiet des Masurischen Landschaftsparks befinden sich interessante Naturreservate sowie –denkmäler, u.a. die Eichengruppe neben der historischen Schälmühle in Ruciane sowie die 1,5 km weiter stehende Kiefer „Lira“, die „Königskiefer“ sowie die „Eiche am Muckersee“ bei Zgon, „Zakochana Para“ (das verliebte Paar) bei Krutyń. Man muss auf jeden Fall die Phillipponen- Baudenkmäler im Dorf Zgon, das Gałczyński-Museum in Pranie, sowie die Ernst-Wiechert Gedenkkammer in Piersławek (Kleinort) erwähnen.
Der Landschaftspark der Puszcza Romincka (Rominter Heide) hat eine Fläche von 14 620 ha. Die Wälder nehmen davon 64% die Gewässer 6 % ein. Der Park wurde hergerichtet, um die außergewöhnliche Schönheit der Natur, der Landschaft sowie die Kulturschätze im Bereich der Puszcza Romincka zu erhalten. Der Urwald stand im gewissen Sinne schon früher unter Schutz, da er den einstiegen Herrschern dieses Landes als Jagdrevier diente. An die Jagderfolge des Kaisers Wilhelm II. erinnern über zehn bis heute existierende Gedenksteine mit entsprechenden Inschriften. Im Park dominiert der boreale Fichtenwald. In der Puszcza Romincka kommen viele Moorgebiete, darunter die selten gewordenen Hochmoore sowie die sog. Hängemoore vor. Sehr abwechslungsreich ist das Tierleben im Park. Zu den Raritäten der Flora gehören u.a.: Tataren-Schierlingsilge und Rieselsegge, andere selten Pflanzenarten sind: Sumpfblasenbinse, wießes Schnabelried, Moosbeere, Krähenbeere, zweiblättriges Herzblatt, Moltebeere, Strauchbirke, Fadenwurzel-Segge, Himmelsleiter, Straußfarn. Eine besondere Aufmerksamkeit unter den 128 im Park vorkommenden Vogelarten verdienen: der Grün- und Weißrückenspecht, der Schreiadler, der Wespenbussard, der Fischadler, der Kranich, der Schwarzstorch. Zu den großen Säugetieren gehören: der Elch, der Hirsch, das Reh, das Wildschwein, der Wolf, der Luchs, der Fischotter, der Biber. Das charakteristische Baudenkmal des Parks sind die Stahlbetoneisenbrücken der nicht mehr existierenden Eisenbahnlinie vom Anfang des 19. Jh. Am bekanntesten von ihnen ist die Eisenbahnbrücke über die Błędzianka bei Stańczyki.
Der Landschaftspark des Oberlandes Wysoczyzna Elbląska hat eine Fläche von 13 460 ha, 45 % davon sind mit Wald bedeckt, 1 % nehmen Gewässer ein. Der Park liegt in der Region der Elbinger Anhöhen. Es ist eine Moränenerhöhung mit 197 Metern über dem Meeresspiegel. Von dieser Erhöhung fließen zahlreiche Bäche herab, die den Boden zerschneiden und tiefe, mit schönen Buchenwäldern bestandene Schluchten bilden. Charakteristisch für die Parkflora ist das Vorkommen von vielen alpinen oder subalpinen Arten wie: Grauerle, bunter Eisenhut, Bärlauch, Zwiebel-Zahnwurz, Riesenschachtelhalm, Straußfarn, Tannenbärlapp, Weiße und Fulzige Pestwurz, Österreichischer Rippensame. Von den großen Säugetieren sind Hirsche, Rehe und Wildschweine zahlreich vertreten. Manchmal kann man auf den Elch treffen. Erwähnenswert sind die hier frei lebenden Shikahirsche – es sind Nachkommen der Tiere, die der Kaiser Wilhelm II im Jahr 1910 vom japanischen Kaiser als Geschenk erhalten hatte. Im Gebiet des Parks kann man auch Überreste altprußischer Siedlungsstätten, Laubenhäuser, niederländische Gehöfte, historische Kirchen, Residenzen der Elbinger Kaufleute und Herrenhäuser besichtigen. Das Landgut Kadyny steht gänzlich unter Baudenkmalschutz. Kadyny gehörte einst Jan Bażyński, dem Anführer des Preußischen Bundes. Hier kann man eine der ältesten und vom Stammumfang mächtigsten Eichen Polens bewundern – die „Bażyński-Eiche“. Sie ist etwa 700 Jahre alt und hat einen Umfang von 989 cm. Der Landschaftspark der Seenplatte „Pojezierze Iławskie“ hat eine Fläche von 22 639 ha ( 59 % der Parkfläche nehmen Wälder, 20 % Gewässer ein). Er liegt im zentralen Teil der Seenplatte und umfasst zahlreiche Seen, darunter den sechsgrößten und mit 27,5 km Flächenausdehnung längsten See Polens, den Jeziorak (Geserichsee). Dieses Gebiet zeichnet sich durch eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt aus. Zu den seltenen, unter Schutz stehenden Pflanzen zählen: Seideblast, Efeu, Nordisches Moosglöckchen, Keulen-, Sprossender und Gewöhnlicher Flachbärlapp, Gemeine Akelei, Türkenbund-Lilie, Fleischfarbenes, Breitblättriges und Geflecktes Knabenkraut, Zweiblättrige und Berg-Waldhyazinthe. Zu den bemerkenswerten Wasserpflanzen gehören: Rotalgen, Stachelsporiges Brachsenkraut, Weiße und Glänzende Seerose, Gelbe Teichrose. Im Parkgebiet wurden 150 naturgeschützte Tierarten nachgewiesen ( 8 Insekten-, 5 Lurchen- 4 Reptilien-, 108 Vogel-, 5 Säugetierarten). Gelegentlich tauchen hier Wölfe und Luchse auf. Außergewöhnlich ist der Reichtum der Vogelwelt. Es leben hier u.a.: der See-, Fisch- und Schreiadler, der Schwarzstorch, die Schellente, die Hohltaube, die Rohrdommel und viele andere. Das Parkgebiet wurde zum Vogel- Sonderschutzgebiet Natura 2000 – Die Wälder von Iława - erklärt.
Der Landschaftspark der Anhöhen „Wzgórza Dylewskie“ mit einer Fläche von 7782,3 ha ist entstanden, um die einmalige, landschaftliche Schönheit, die reiche und vielfältige Flora und Fauna sowie die kultur-historischen Schätze dieses Landstriches zu schützen. 45 % der Parkfläche nehmen Wälder ein, 0,2% ist mit Wasser bedeckt. Der Park umfasst den höchsten, westlichen Teil des Landrückens „Garb Lubawski“, die sog. Anhöhen „Wzgórza Dylewskie“ mit dem höchsten Punkt der Region , dem Berg „Dylewska Góra“ (312 m ü.d.M.). Unter den Waldtypen dominieren fruchtbare Buchenwälder sowie Buchen- Hainbuchenwälder. Im Park wurden über 800 Arten von Blüten- sowie etwa 100 Arten von Moospflanzen nachgewiesen. Es dominieren Pflanzen mitteleuropäischer sowie borealer Herkunft. Unter den mitteleuropäischen Pflanzen kommen viele alpine oder subalpine Arten vor: Gelappter Schildfarn, Berg-Ahorn, Arnika, Europäische Eibe. Unter den borealen Pflanzen vierdienen die Fichte (außerhalb der zusammenhängenden Beständen), die Heidelbeer-Weide, Sibirische Schwertlilie, Schwarze Johannisbeere und die Waldschmiele eine besondere Aufmerksamkeit. Unter den vielen Tierarten stellt der Mufflon eine Besonderheit dar. Von dem Menschen eingeführt, haben sich die Mufflons hier sehr gut eingelebt. Im Parkgebiet befinden sich 16 historische Parkanlagen , 20 Friedhöfe, 5 archäologische Objekte in Form von alten Siedlungsstätten und Hügelgräbern. Interessant sind zahlreiche Felsengruppen sowie einzelne Findlingsblöcke. Einige von ihnen wurden zu Naturdenkmälern erklärt.
Der Welski Landschaftspark hat eine Fläche von 20 300,4 ha ( Wälder nehmen 33 %, Gewässer 6 % der Parkfläche ein). Typische Elemente der abwechslungsreichen Landschaft sind hohe Endmoränen, Moränenhügelketten, Sanderflächen, subglaziale Rinnen. Der größte Fluß ist die Wel, die sich durch das Gelände schlängelt und die Seen Rumian, Zarybinek, Tarczyńskie, Grądy, Zakrocze und Lidzbarskie miteinander verbindet. Der Fluß stellt eine attraktive Paddelroute dar. Unter den über 660 nachgewiesenen Pflanzenarten stehen 19 unter absolutem und 10 unter Teilschutz. Zu den strenggeschützten Arten zählen der Keulen-, der sprossende, der gewöhnliche Bärlapp, die Strauch-Birke, stinkendes Wanzenkraut, gemeine Akelei, gelbe Teichrose, Seideblast, Efeu, Dolden-Winterlieb, Blaue Himmelsleiter, Türkenbund-Lilie, Rundblättriger Sonnentau, Fleischfarbenes, Breitblättriges und Geflecktes Knabenkraut, Arnika, Sumpf-Gladiole. Die postglazialen Reliktpflanzen repräsentieren: Moorsteinbrech, Fadenwurzel-Segge, Torf-Veilchen. Im Park wurden 297 Wirbeltierarten nachgewiesen, darunter 39 Säugetier-, 209 Vogel-, 5 Reptilien-, 13 Lurch- und 31 Fischarten. Unter den Säugetieren stehen 16 Arten unter Schutz, wie der Biber, der Fischotter sowie 7 Fledermausarten. Unter den Vögeln sind es sogar 183 Arten, wie z.B.: der See-, Fisch- und Schreiadler, Rotmilan, Schwarzstorch, Uhu und Eisvogel.
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