Im südlichen Teil der Region liegt Grunwald (zu deutsch Tannenberg) - der historische Platz, wo am 15. Juli 1410 das polnisch – litauische Heer die Truppen des Deutschritterordens besiegte. Armeen der beiden Staaten, die von 1409 im Krieg miteinander standen, trafen sich zuerst bei Nowe Miasto Lubawskie, der Stadt mit der wertvollen St. Thomas Kirche auf den gegenüberliegenden Ufern der Drewenz. Sie beschlossen, die Quellen des Flusses zu umgehen, um auf den Feldern von Grunwald zu kämpfen. Es war die größte Schlacht des Mittelalters. Der Ort Tannenberg ist seit August 1914 auch wegen einem anderen Ereignis bekannt. Hier schlug Feldmarschall Hindenburg die russische Armee. In der Nähe von Grunwald liegt die Stadt Olsztynek / Hohenstein, mit seiner größten Attraktion – dem Ethnographischen Freilichtmuseum, das ursprünglich in Königsberg 1909 entstand und 1941 nach Olsztynek verbracht wurde. Das Museum präsentiert Beispiele bäuerlicher Architekturformen des Ermlandes, Masurens, des Weichsellandes und Litauens. Das Museum in Olsztynek wird ständig ausgebaut und gehört zu den größten in Polen und Europa. In Olsztynek besuchte der hervorragende deutsche Bakteriologe, erster Nobelpreisträger für Medizin, Erfinder des Serums gegen Thetanus, Emil Behring die Schule, die sich seit zweihundert Jahren in der ehemaligen Ordensburg befindet. Masuren ist jedoch vor allem ein Naturerlebnis. Faszinierend kann z.B. eine Wanderung durch das Reservat der Łyna-Quellen in der Nähe von Nidzica sein. Sehenswert ist auch die Stadt Nidzica selbst, wegen der Burg, die der Deutsche Orden auf einem Hügel erbaute. Die Burg dient heute kulturellen Zwecken – in ihr ist ein Museum untergebracht, sie birgt auch ein Hotel. Von dem Turm aus bietet sich ein schöner Blick in die Umgebung, u.a. auf den sog. Tatarenstein im Dorf Tatary. Es ist ein riesiger Findlingsblock, welcher an den 1556 abgewehrten Tatarenüberfall erinnert.
Sehenswertes:
Landschaftspark der Anhöhen“Wzgórza Dylewskie“ mit dem Berg Dylewska Góra (312 m.ü.d.M).
Osztynek – Ethnographisches Freilichtmuseum
Tel.:+48 89 519 21 64, www.muzeumolsztynek.com.pl
Stębark – das historische Schlachtfeld mit Museum
Tel.: +48 89 647 22 28, www.grunwald.info.pl
Działdowo – Ordensburg aus dem 14.Jh.
Jeleń bei Lidzbark Welski – Naturkundliches Mueum im Sitz des Welski Landschaftsparks
Tel.: +48 23 698 10 36, www.powiatdzialdowski.pl
Lidzbark Welski – Feuerwehrmuseum
Tel.: +48 23 696 22 43, www.powiatdzialdowski.pl
Łyna – Prof.Robert-Kobendza-Reservat „Die Quellen der Łyna“
Nowe Miasto Lubawskie – zwei gotische Tore: Brodnicka und Lubawska, gotische Kirche aus der 1. Hälfte des 14.Jh. mit reicher Innenausstattung – u.a. einer einmaligen Messinggrabplatte aus dem 14.Jh.