Die Feste Boyen in Giżycko
Die Festungsanlage gehört zu den am besten erhaltenen Denkmälern der Militärarchitektur des 19. Jh. in Polen. Sie wurde auf dem Engpaß zwischen den Seen Niegocin und Kisajno in Form eines Sterns erbaut. Ins Innere führen vier Tore. Die Anlage war zentraler Punkt des Verteidigungssystems in Ostpreußen und hatte die russische Offensive 1914 abgewehrt. Das Objekt kann man besichtigen. In der ehemaligen Kaserne wurde ein Museum eingerichtet. In der Nähe der Feste Boyen , auf einer Erhöhung namens Góra Stołowa, steht ein Kreuz, der an den Märtyrertod des Heiligen Bruno von Querfurt und seiner 18 Gefährten erinnert. Wahrscheinlich im Jahr 1009 wurden sie von den Prußen erschlagen.
Nützliche Adressen:
Tourist information, tel. + 48 87 428 52 65, www.gizycko.turystyka.pl
Gierłoż – die Wolfsschanze
Die Strategen des Dritten Reiches haben im Land der Wälder, Seen und Sumpfgebiete die Hauptquartiere für die wichtigsten Häupter der Wehrmachtsführung errichtet. Es waren ausschließlich Führungszentren, mit modernsten fernmeldetechnischen Anlagen ausgestattet. Das berühmteste Objekt ist die Wolfsschanze in Gierłoż, wo Adolf Hitler sein Hauptquartier hatte. Das Komplex von mehreren zehn Gebäuden wurde in den Jahren 1940-44 errichtet. Die mächtigsten Schutzbunker hatten unvorstellbar dicke Wände ohne Fenster und 7 Meter dicke Decken aus Stahlbeton. Im Jahr 1945 haben die deutschen Pioniere alle Bunker und Gebäude mit mehreren Tonnen Sprengstoff gesprengt.
Nützliche Adressen:
die Wolfsschanze, tel. +48 89 752 44 29, www.wolfsschanze.home.pl
Der Verkehr ist auf dem Gelände geregelt, Besichtigung ist gegen Zahlung eines Eintrittsgeldes, es gibt kundige Fremdenführer vor Ort.
Die Bunkeranlage „Wendula“
Einige Kilometer nordöstlich von Görlitz, in Radzieje, befinden sich die Überreste des Feldquartiers des Reichskanzleichefs Hans Lammer, welches den Decknamen „Wendula“ hatte. Die Anlage ist unvergleichbar kleiner als die Wolfsschanze. Erhalten geblieben sind zwei Betonbunker, der Rest ist eine Ruine. Auf dem Gelände wurde keine Besichtigungsroute markiert, man muss die Anlage selbständig erkunden.
Das Betonstädtchen
Im Wald, in der Nähe der Ortschaft Mamerki (Mauerwald), befindet sich die Bunkeranlage des OKH (Oberkommando des Heeres). In den Jahren 1940-44 wurden hier über 200 Objekte errichtet. In der Spitzenzeit arbeiteten hier 1500 Personen. In gutem Zustand sind 30 Betonbunker erhalten geblieben, darunter der „Riesenbunker“, welcher an den größten Bauten der Wolfsschanze ähnelt. Von dem Turm auf seinem Dach bietet sich ein herrlicher Ausblick. Mamerki / Mauerwald wurde als Aufenthaltsstätte der Fledermäuse unter Schutz gestellt. Es ist die zweitgrößte Überwinterungstätte dieser Tiere, insbesondere der Mopsfledermäuse.
Nützliche Adressen:
Tourist information Węgorzewo tel. + 48 87 427 40 09 , www.mamerki.com
Die Bunker kann man ganzjährig besichtigen, es gibt markierte Wanderwege. In der Zeit vom Mai bis Ende Oktober ist die Besichtigung nur gegen Zahlung eines Eintrittsgeldes möglich.
“Der Robinson complex”
In der Puszcza Romincka (Rominter Heide) in der Nähe der Stadt Goldap, im Stadtwald Kumiecie, lag das Hauptquartier der Luftwaffenführung. Nach dem Vorbild anderer masurischen Anlagen dieser Art, wurden auch hier mächtige Schutzbunker sowie andere Gebäude errichtet. Das ganze erhielt den Decknamen „Robinson“. So hieß auch der Sonderzug, welcher der Stabführung der Luftwaffe zur Verfügung stand. Im Jahr 1944, als sich die rote Armee der Grenze näherte, haben die Deutschen die Anlage gesprengt. Ein Teil der Gebäude, wo das Sanatorium Vital in Goldap untergebracht ist, gehörte zu diesem Bunkerkomplex.
Pozedrze – Hochwald
Ruine des Feldquartiers des Reichsführers-SS Heinrich Himmler befinden sich ca. 1 km von dem Dorf Pozedrze. Unter dem Namen Hochwald bekannt, bestand das im Wald versteckte Himmler-Quartier aus 9 Objekten. Sie wurden alle von der zurückweichenden Wehrmacht im Januar 1945 gesprengt. Am besten erhalten ist der Himmler-Bunker mit doppelten Wänden und Decken.
Martiany- Betonbunker
Ein gut erhaltener Schutzbunker aus dem Jahr 1939 steht auf einem Bauernhof in Martiany. Im Inneren sind alle originalen deutschen Inschriften zur Sicherheitsmaßnahmen, Reste der Hängebetten, und Schießscharten für Maschinengewehre. Der Grundstückseigentümer gestattet eine freie Besichtigung des Geländes
|