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Warmińsko Mazurska Regionalna Organizacja Turystyczna
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Ein Wunder, so weit man schauen kann

  "Bei den Prußen – den ehemaligen Bewohnern dieses Landes – gab es heilige Haine, Felder und Flüsse, wo man weder gehackt, gepflügt noch gemäht, weder gefischt noch Wasser getrunken, noch am Ufer angelegt hat, wohin kein ungebetener Gast einzudringen wagte"
P.Dusburg

Es gibt kaum noch Flecken auf der Erde, die sich der Einflussnahme des Menschen entziehen konnten. Doch gerade in Masuren und im Ermland hat die Natur  ihre ursprüngliche, wilde Schönheit bewahrt. Fast zu „heiligen Hainen“ sind Naturreservate und Rückzugsräume seltener Tiere geworden. Das polnische Gesetz schafft für sie streng geschützte Reviere, wo sie sich von unerwünschten Besuchern ungestört, aufhalten können. Ansonsten dürfen beinahe alle Bereiche der Naturschutzgebiete betreten werden. Die freundlichen Gastgeber laden zur Erholung inmitten der Wald- und Seenlandschaft ein. Die abwechslungsreiche Landschaft Masurens wurde durch den skandinavischen Gletscher gestaltet. Wälder nehmen ca. 30 % der Fläche der Woiwodschaft Warmińsko-Mazurskie ein, Gewässer bedecken 5,7 %, darunter Seen 4,8 % der Woiwodschaftsfläche. Eine erstaunliche Vielfalt von verschiedenen Lebensräumen, die verhältnismäßig geringe Industrialisierung sowie Urbanisierung ließen den Pflanzenreichtum in einem fast unberührten Zustand weiterbestehen. Die Flora der Region bilden Pflanzenarten unterschiedlicher Herkunft. So gehört z.B. die Moltebeere zu den arktischen, die Strauch-Birke zu den borealen, die Rotbuche zu den mitteleuropäischen, der Besenginster zu den atlantischen, das Große Windrösschen zu den pontischen, die Elsbeere zu den mediterranen und die Finger-Küchenschelle zu den südsibirischen Pflanzenarten. Unter den vielen Pflanzengesellschaften sind Moor- sowie Waldgebiete am wenigsten durch den menschlichen Einfluss verändert und für das masurische Landschaftsbild prägend. Eine fast unberührte Natur kann man in den Urwäldern  Puszcza Romincka (Rominter Heide), Borecka (Borker Heide), Piska (Johannisburger Heide),  Napiwodzko-Ramucka sowie in dem Waldgebiet Lasy Ostródzko- Iławskie erleben. Viele Pflanzenarten stehen hier unter Schutz.

Die vielfältigen Lebensräume bieten zahlreichen Tieren gute Lebensbedingungen. So ist die Fauna der Region besonders reich und interessant. Unter den wirbellosen Tieren kann man in dem Wasser der Flüsse Krutynia oder Pasłęka den selten gewordenen Süßwasserschwamm antreffen. Zu den selteneren Insekten gehören: der Große Puppenräuber, der Große Eichenbock, der Eremit, der Schwarze Apollo, der Segelfalter, der Schwalbenschwanz, der Hochmoorgelbling, der Schwarzgefleckte Bläuling. Zum Glück fehlt es nicht an schönen Schmetterlingen; unter anderen kann man den wie ein Juwel blitzenden Dukatenfalter und den Himmelblauen Bläuling bewundern. In den Gewässern leben etwa 45 Fischarten, u.a. die Große und Kleine Maräne, die Lachsforelle, die Forelle, der Zander, der Schneider, die Quappe, der Schlammpeitzger, der Wels, der Aal sowie die durch den Menschen eingeführte Äsche.  Es kommen hier sogar 3 Neunaugenarten vor: Kleines Neunauge, Flussneunauge und Meerneunauge. Der Teich- und Kammmolch repräsentieren die Schwanzlurche, zu den Amphibien zählen: die Rotbauchunke, die Knoblauch-, Erd- , Wechsel- und Kreuzkröte,  der Laub-, Teich-, Gras-, Moor- , Seefrosch sowie der Kleine Seefrosch. Die Reptilien vertreten die Sumpfschildkröte, die Zaun- und Waldeidechse, die Blindschleiche, die Ringelnatter, sowie die Kreuzotter. Eine der Hauptattraktionen der masurischen Naturwelt stellt der Reichtum an den gefiederten Bewohnern dar. Es wurden insgesamt etwa 280 Vogelarten beobachtet, darunter 196 Brutvögel, 56 vorüberziehende Vögel und 31 gelegentlich vorkommende Vogelarten. Charakteristisch für Masuren ist das Auftreten von zahlreichen Populationen großer Vogelarten wie Kormorane, Höckerschwäne, Kraniche, Weißstorche, Graureiher, See- und Schreiadler. In der Region sind alle Arten brütender Taucher anzutreffen: Hauben-, Rothals-, Schwarzhals-, und Zwergtaucher. Zu den gefiederten Schönheiten zählen die Schwäne. Im Herbst und im Frühjahr tauchen hier der Zwerg- und der Singschwan auf, die weit nördlich von Polen ihre Brutplätze haben. Unter mehreren Entenarten stellt die Kolbenente die größte Sonderbarkeit dar. Die Seen Drużno, Karaś, Jeziorak, Staugewässer bei Morąg sind Brutstätten der Graugans. Außer dieser Gansart kann man in der Region auch andere Gänse – wie die Saat- und Blässgans, allerdings nur während der Zugzeit beobachten.

Kormorane – früher eine Seltenheit- leben heute in 17 Kolonien in einer Zahl von etwa 3500 Paaren. Auch die Graureiher kommen in großer Zahl vor. Sie bilden gesonderte Kolonien oder nisten zusammen mit den Kormoranen. In Seen- und Sumpfgebieten kommen weniger bekannte, da im Schilf versteckt lebende, andere Reiherarten, wie die Rohr- und Zwergdommel vor. In der Region leben ca. 500 Brutpaare der Rohrdommel. Sehr selten dagegen kommt leider die Zwergdommel vor.

In Masuren leben etwa 10000 Paare weißer Störche. Dies macht etwa 10 % der Landes- und ca. 6 % der Weltpopulation dieser Vogelart aus. Weniger zahlreich als der weiße, kommt der schwarze Storch vor, welcher in der Region in einer Zahl von etwa 110 Paaren lebt. Sie machen jedoch ca. 10 % der Landespopulation dieser schönen, doch scheuen Vögel aus. Unter Ornithologen ist Masuren in erster Linie als ein wichtiger Standort vieler Greifvögel bekannt. Es nisten hier etwa 150 Seeadlerpaare, was ca. 30 % der Landespopulation ausmacht. Bainahe die Hälfte aller Fischadler Polens – etwa 30 Paare - leben in Masuren. Der Schreiadler kommt in einer Zahl von 650 Paaren vor, was über 35 % der polnischen Population ausmacht. auch andere Greifvogelarten sind in unserer Region keine Seltenheit, z.B.: der Wespenbussard, der Rot- und Schwarzmilan, der Baum- und Turmfalke, die Rohr- und Wiesenweihe. Erwähnenswert sind ebenfalls viele andere Vogelarten, wie etwa der Wachtelkönig - in Europa vom Aussterben bedroht - bei uns dagegen recht häufig, die Möwen, Seeschwalben, die 6 Eulenarten einschließlich dem Uhu, die 9 Spechtarten mit solchen Raritäten wie der Weißrücken- und Dreizehenspecht, der Ziegenmelker oder der schön gefärbte Eisvogel. Von den 5 heimischen Hühnerarten, leben in der Region: das Reb-, Birk-, Haselhuhn, die Wachtel sowie der durch den Menschen eingeführte Fasan.

Es ist nicht möglich, alle Vogelarten der Region aufzuzählen, es sei jedoch unbedingt noch ein Vogel erwähnt,  nämlich der Kranich. Früher äußerst selten und scheu, ist er heute immer häufiger zu sehen. In Masuren leben etwa 3000 Kranichpaare, d.h. 25 % der Landespopulation. Während der Zugzeiten übernachten in unzugänglichen Sumpfgebieten Masurens große Scharen dieser beflügelten Wanderer. In der Spitzenzeit der Vogelzüge halten sich bis 30000 Kraniche in der Region auf. Das größte Säugetier Europas ist der Wisent. Dieser Riese bringt bis zu 1000 kg auf die Waage. Ca. 50 Wisente leben in der Puszcza Borecka (Borker Heide). In der Region sind auch Elche, Hirsche, Rehe, Wildschweine sowie aus anderer Ländern eingeführte Dam- und  Shikahirsche sowie Mufflons zu Hause. Zu den Raubtieren der Region zählen: der Luchs, der Wolf, der Fuchs, der Dachs, der Marderhund ( aus dem Osten eingewandert), der Fischotter, der Nordamerikanische Nerz (aus der Zucht entflohen), der Baum- und der Steinmarder, das Hermelin und das Mauswiesel. Unter den Nagetieren verdient ihr größter Vertreter – der Biber – eine besondere Aufmerksamkeit. Ende des 18. Jh. ausgerottet, wurde er im 20. Jh. aus Kanada wiedereingeführt und kommt heute ziemlich häufig, in einer Zahl von etwa 5000 Exemplaren vor. Erwähnenswert sind seltene, hier jedoch vorkommende kleine Nagetiere wie die Haselmaus, der Baum- und Siebenschläfer. Der Feldhase kommt, allerdings nicht mehr so häufig wie etwa vor 40 Jahren vor. Interessant sind ebenfalls die kleinen Wildpferde, die in zwei Herden im Wald um die PAN-Station (Polnische Akademie der Wissenschaften) in Popielno frei leben. Diese Pferderasse hat viele Gene der ausgestorbenen Tarpane. Von dem naturkundlichen Wert der masurischen Landschaft zeugt der Ausmaß der Maßnahmen, die zum Schutz der Naturwelt in dieser Region eingeleitet wurden: es wurden 8 Landschaftsparks, 104 Naturschutzgebiete, 230 ökologische Nutzflächen, 12 geschützte Landschaftskomplexe, 1 Nachweisstelle, 67 Landschaftsschutzgebiete, die 34 % der Regionsfläche einnehmen, 600 strenggeschützte Rückzugsräume der Tiere ausgewiesen. Etwa 2400 einzelne Objekte wurden zu Naturdenkmälern erklärt. Eine neue Form des Naturschutzes ist das europäische Schutzgebietnetz Natur 2000. In unserer Region wurden 12 Vogel - Sonderschutzreviere sowie 8 geschützte Lebensräume in dieses Schutzgebietsystem einbezogen.

Wenn man über die Naturschönheiten der Region und ihrem touristischen Wert spricht, darf man den Menschen und seinen Einfluss auf diese Naturwelt nicht vergessen. Altprußische, deutsche und polnische Geschichte und Kultur haben sich  in dieser Region getroffen und verflochten. Auch andere Völker wie die Litauer, Russen, Niederländer, Juden haben ihre Spuren hinterlassen und zu dem historischen, kulturellen und architektonischen Reichtum Masurens und des Ermlandes beigetragen. Man kann in unserer Region Hügelgräber, Siedlungsstätten, Befestigungsanlagen der altprußischen Urbewohner dieses Landstriches bewundern. Historische Schlachtfelder, gotische Burgen und Kirchen, Schlösser, Paläste, Herrenhäuser, Bauerngehöfte, Park- und Gartenanlagen, Denkmäler der Technik mit dem einzigartigen Oberlandkanal sowie Militärobjekte aus der Zeit des 1. und 2. Weltkrieges mit der Wolfsschanze legen Zeugnis von der Vergangenheit der Region ab.

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Szczytno (Ortelsburg)
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Ermland und Masuren
Region

 
Die größten Städte: Olsztyn, Elbląg, Ełk
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