Die großen Masurischen Seen, sind europaweit ein einmaliger Landstrich. Durch ein verzweigtes Kanalnetz miteinander verbundene Seen sind für die Wassersportler ein wahres Paradies. Alljährlich strömen sie in das Land der Tausend Seen herein, um die einzigartige Atmosphäre einzuatmen und ihrem Hobby nachzugehen. Durch den Bau von zahlreichen Kanälen wurden die Wasserwege wesentlich verlängert, die Gesamtlänge der Wasserstraßen beträgt etwa 200 km. Der auf den masurischen Seen längste Jegliński-Kanal, der die Seen Seksty und Roś miteinander verbindet, hatte den Weg nach Pisz und weiter auf den Flüssen Pisa und Narew nach Warschau eröffnet. Der Bau dieses über 5 km langen Kanals wurde 1849 beendet. Noch vor knapp 20 Jahren herrschte auf dem Wasserweg von Warschau nach Masuren reges Leben, heute gelangen die Wasserwanderer mit den Autos zu ihren Lieblingsorten.
Die Inseln – geheimnisvoll und interessant
Die Insel Upałty ist die größte Insel auf dem Mamry-Seekomplex. Sie war bis 1945 Eigentum der Familie Lehndorff, der Gutsherren von Steinort. Von der einstigen Blüte sind auf der Insel prächtige, über zweihundertjährige Baumbestände erhalten geblieben. Eichen, Buchen, Ahorne, Pappeln bildeten früher den die Residenzumgebenden Park. Vor 1939 gab es auf der Insel eine Försterei und ein vielbesuchtes Wirtshaus. Heute kann man dort Spuren der einstigen Gebäude sowie Schutzanlagen aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges.
Die Insel Gilma auf dem Dobskie-See ist eine sehr geheimnisvolle Insel, umwogen von der Magie des heiligen Hains. Dort harrte der letzte Galinder-Führer bis zum Tode auf seinem Posten aus und verteidigte seine Festung vor dem Deutschen Orden. Die siegreichen Ordensritter hatten auf der Insel als Zeugnis ihrer Macht eine kleine Burg erbaut. Heute kann man auf der Insel Überreste der altprußischen Feste aus dem 13. Jh., die Burgruine sowie Reste der steinernen Treppe, die in ein geheimnisvolles Gebäude führen, von dem niemand weiß was es war und wozu es diente. Wegen ihrer bewegten Geschichte ist die Insel von vielen Sagen umwogen. Laut einigen von ihnen soll sich auf der Insel ein Ort von wundervoller Kraft befinden. Die Insel steht unter Naturschutz, der See ist für den Motorbootverkehr gesperrt.
Die Kormoraneninsel auf dem Dobskie-See mit einer Fläche von ca. 2 ha ist mit Laubwald bewachsen. Auf ihr haben große Kolonien von Graureihern und Kormoranen ihr Brutgebiet. Die Kormorane nutzen hohe Linden und Ulmen für ihren Nestbau. Die Bäume sind durch den Guano zum Teil abgestorben. Sehr interessant ist das friedliche Zusammenleben der beiden Vogelarten. Die Insel ist ein Naturreservat und darf nicht betreten werden. Um sie zu sehen, kann man mit einem Segelboot oder einem kleinen Ausflugsschiff eine Fahrt in ihre Nähe unternehmen.
Sehenswertes:
Fuledzki Róg - das Reservat der unbelebten Natur „Głazowisko“. Auf einer Fläche von 40 ha befinden sich etwa 6000 mit seltenen Pflanzen bewachsene Findlingsblöcke.
Czarci Ostrów auf dem Jezioro Śniardwy (Spirdingsee) ist eine kleine, mit Kiefern bestandene Insel, auf der sich Überreste vom Fort Lyck, der in den Jahren 1784-86 errichtet wurde. In den alten Zeiten war die Insel eine heidnische Kultstätte. Śniardwy wird sehr oft auch „Masurisches Meer“ genannt. Im See gibt es zahlreiche Untiefen, sowie dicht unter dem Wasserspiegel gelegene Steine. Gewitter und wechselnde Winde verursachen hohe Wellen. Seit Jahrhunderten herrschte bei den Fischern die Überzeugung, dass alle Schwierigkeiten durch böse Geister verursacht werden und die Insel, die einen Schatz birgt, von dem Teufel bewohnt ist.
Sehenswertes:
Der Łuknajno-See, das Reich der Höckerschwäne. Im Sommer und im Herbst kann man von den vielen Hochsitzen aus etwa 2000 Schwäne auf der Insel beobachten. Es ist die in ganz Europa größte Zahl der Schwäne, die sich an einem Ort versammeln – die Insel steht in der Liste der UNESCO Biosphärenreservate.
Die geheimnisvolle Insel auf dem See Dgał Wielki erwies sich bei Unterwasseruntersuchungen als künstlich. Vor etwa 2,5 tausend Jahren haben die Menschen der Eisenzeit auf dem See auf Pfählen eine Siedlung erbaut. Die Siedlung brannte wahrscheinlich nach einem Blitzschlag ab, die Brandreste wurden durch die Pflanzen überwuchert. Heute macht die Insel einen natürlichen Eindruck, erst eine genaue Betrachtung ihres im Wasser liegenden Randes lässt Zweifel an ihrer Natürlichkeit aufkommen.
Praktische Informationen:
Der Dgał-Wielki-See befindet sich unweit der Ortschaft Pieczarki in der Gemeinde Pozedrze.
Die Taucher – Attraktionen
Die Zahl und Vielfalt der Seen sowie die Fülle der Tier- und Pflanzenwelt machen Masuren zu einem idealen Revier für Taucher.
Das Wrack der Arabella – ist eine der Attraktion für die Taucher in dem Mamry-See. Es war ursprünglich ein Schlepper, welcher nach Ablauf seiner Dienstzeit gründlich renoviert und zu einem Segelschiff umgebaut wurde. Das unbrauchbar gewordene Schiff wurde versenkt. Das Wrack liegt in einer Tiefe von 33 Meter. Dort, wo es kalt und dunkel ist, macht es einen gruseligen Eindruck. Tauchen für Anfänger im Przystań- See. In einer Tiefe von einigen Metern wurde ein Unterwasserparcours eingerichtet. Er gehört zum Masurischen Tauchsportzentrum in Giżycko, dessen Sommerbasis sich am See in der Nähe des Dorfes Przystań befindet.
Das Tauchen unter dem Eis wird zu einem unvergesslichen Erlebnis, es ist jedoch ein Sport für Fortgeschrittene. Im Winter weist das Wasser die beste Durchsichtigkeit auf, die Sichtweite erreicht bis 10-12 Meter.
Der Wuksniki-See hat eine Tiefe von 68 m und kristallklares Wasser. Her versuchen die Taucher besonders gerne ihre Tiefen-Rekorde aufzustellen.
Sehenswertes:
Herrenhaus Bieniasze mit der Parkanlage, aus dem 18. Jh., heute ein Hotel
Der Narie-See gehört zu den saubersten in unserer Region. Der ganze See ist für den Motorbootverkehr gesperrt, was seine Attraktivität erhöht. Auf dem Grund weist er bis zu 44 Meter tiefe Rinnen auf. Das Wasser zeichnet sich durch eine sehr hohe Durchsichtigkeit aus – die Sichtweite erreicht bei sonnigem Wetter bis 5 m. Dies wissen die Taucher zu schätzen, die den See zu jeder Jahreszeit besuchen.
Sehenswertes:
Morąg – das Dohna-Schloss – heute ein Museum, gotische Pfarrkirche aus dem 14. Jh., Rathaus aus dem 17. Jh.
Der Świętajno-See zwischen Nidzica und Szczytno gelegen, erfreut sich bei den Tauchern einer großen Beliebtheit. Liebhaber der Unterwasserabenteuer schätzen vor allem die Klarheit seines Wassers, wo die Durchsichtigkeit bis 5-6 m reicht. Der See ist relativ seicht, die Sonnenstrahlen dringen bis zu dem Grund hinein. Die üppige Vegetation im See bildet im Wasser bunte , wogende Wiesen. Wer im See Świetajno taucht, kann nicht nur die Pflanzenwelt bewundern, sondern auch die Fülle verschiedener Fischarten sowie Krebse. In der Nähe Übernachtungsmöglichkeiten auf einem der vorhandenen Ferienbauernhöfe.
Sehenswertes:
Szczytno – Fragmente der Wehrmauern der Ordensburg, barocke evangelische Kirche aus dem 15. Jh.
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